Statuten der IntegralCH Genossenschaft

 

I. Firma, Sitz und Zweck

Artikel 1 - Firma und Sitz

Unter der Firma IntegralCH Genossenschaft (IntegralCH Cooperative) besteht mit Sitz in Basel auf unbestimmte Dauer eine Genossenschaft gemäss Art. 828 ff. OR.

Artikel 2 - Zweck
  1. Die Genossenschaft bezweckt die Entwicklung und Förderung der Integralen Bewusstseinsstufe in der Schweiz.
  2. Dieser Zweck soll insbesondere durch die Vereinigung und Koordination relevanter Aktivitäten und Projekte erreicht werden. Die Genossenschaft stellt Ressourcen und Plattformen für die Entwicklung und Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen ihrer Mitglieder bereit und unterstützt sie insbesondere bei der Organisation von Kursen, Seminaren und Events.
  3. Die Genossenschaft entwickelt weiter Qualitätsstandards in Form von Labels und Zertifikaten für Produkte und Dienstleistungen, die einen Integralen Qualitätsanspruch haben.
  4. Die Genossenschaft kann Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften im In- und Ausland errichten und sich an anderen Unternehmen im In- und Ausland beteiligen sowie alle Geschäfte tätigen, die direkt oder indirekt mit ihrem Zweck in Zusammenhang stehen. Die Genossenschaft kann im In- und Ausland Grundeigentum erwerben, belasten, veräussern und verwalten. Sie kann auch Finanzierungen für eigene oder fremde Rechnung vornehmen sowie Garantien und Bürgschaften für Tochtergesellschaften und Dritte eingehen.

 

II. Mitgliedschaft

Artikel 3 - Voraussetzungen

Die Mitgliedschaft bei der Genossenschaft ist persönlich und nicht übertragbar. Sie steht jeder natürlichen und juristischen Person offen, die den Zweck der Genossenschaft aktiv unterstützt; ein Anspruch zur Aufnahme besteht nicht.

Artikel 4 - Mitgliederkategorien

Die Genossenschaft hat nur eine Mitgliederkategorie (ordentliche Mitglieder).

Artikel 5 - Aufnahme und Eintritt
  1. Die Aufnahme als Mitglied erfolgt nach einem Antrag an den Vorstand und einer schriftlichen Beitrittserklärung auf elektronischem Weg. 
  2. Für die Aufnahme als Mitglied und Mitwirkung in der Genossenschaft sind hohe moralische, soziale, emotionelle und kulturelle Fähigkeiten und Kompetenzen eine zwingende Voraussetzung. Der Vorstand kann diese Fähigkeiten im Zweifelsfall durch geeignete Massnahmen wie ein Assessment überprüfen.
  3. Der Vorstand entscheidet nach Prüfung des Antrags endgültig über die Aufnahme neuer Mitglieder und kann diese ohne Angabe von Gründen verweigern.
Artikel 6 - Mitgliedschaftsdauer
  1. Die Mitgliedschaftsdauer ist grundsätzlich unbeschränkt. 
  2. Der Austritt aus der Genossenschaft kann unter Beachtung einer Kündigungsfrist von 6 Monaten auf Ende eines Kalenderjahrs erfolgen.
  3. Der Vorstand hat die Möglichkeit, die Kündigungsfrist in gegenseitigem Einvernehmen mit den ausscheidenden Mitglied anzupassen.
Artikel 7 - Rechte und Pflichten
  1. Die Mitglieder erwerben mit der Mitgliedschaft die ihnen als Genossenschafter nach Gesetz und Statuten zustehenden Rechte und Pflichten.
  2. Die Genossenschaft erwartet von sämtlichen Mitgliedern Klarheit bezüglich ihrer Motivationen und Werte.
  3. Die Mitglieder sind verpflichtet, die Zwecke der Genossenschaft aktiv zu verfolgen, ihre Interessen in guten Treuen zu wahren und die Ziele der Genossenschaft zu unterstützen.
Artikel 8 - Erlöschen der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft erlischt:

  1. durch Austritt des Mitglieds (Artikel 6, Absatz 2).
  2. durch Ausschluss gemäss Artikel 9.
  3. durch Auflösung oder Umwandlung der Genossenschaft.
  4. durch Tod (anwendbar bei Mitgliedern, die natürliche Personen sind).
  5. durch Liquidation oder Konkurs (anwendbar bei Mitgliedern, die juristische Personen sind).
Artikel 9 - Ausschluss
  1. Der Vorstand kann ein Mitglied mit sofortiger Wirkung aus der Genossenschaft ausschliessen, wenn vom betreffenden Mitglied, oder von dessen Organen statutarische Verpflichtungen missachtet oder gegen die Genossenschaftsinteressen oder die Statuten verstossen wird.
  2. Ausgeschlossenen Mitgliedern steht binnen dreissig Tagen vom Datum der Zustellung des Beschlusses an gerechnet die Berufung an die nächste Generalversammlung zu.
  3. Bis zu deren Entscheid ist das Mitglied in der Ausübung seiner Mitgliedschaftsrechte eingestellt.
Artikel 10 - Auslösungssumme

Soweit mit dem betreffenden Mitglied schriftlich vereinbart, kann die Genossenschaft finanzielle Unterstützungsleistungen oder Beihilfen ganz oder anteilig zurückfordern, die an ein Mitglied geleistet wurden.

 

III. Finanzielle Bestimmungen

Artikel 11 - Mittel

Die Genossenschaft beschafft sich ihre Mittel durch:

  1. Ausgabe von Anteilsscheinen
  2. Spenden und freiwillige Zuwendungen
  3. Zinslose oder zinsgünstige Darlehen
  4. Beiträge öffentlicher oder privater Institutionen
Artikel 12 - Genossenschaftskapital
  1. Das Genossenschaftskapital ist unbeschränkt und entspricht der Summe der gezeichneten Anteilsscheine. 
  2. Die Genossenschaft stellt auf den Namen ihrer Mitglieder Anteilsscheine aus. Diese haben einen Nennwert von:
    1. CHF 100.-
  3. Für die Genossenschaftsanteile werden keine Urkunden ausgegeben.
  4. Für die Einzahlung der gezeichneten Anteilsscheine legt der Vorstand angemessene Fristen fest.
  5. Die Übertragung oder Verpfändung von Anteilscheinen ist ausgeschossen.
Artikel 13 - Haftung

Für die Verbindlichkeiten der Genossenschaft haftet ausschliesslich das Genossenschaftsvermögen. Jede persönliche Haftung oder Nachschusspflicht der Genossenschafter ist ausgeschlossen.

Artikel 14 - Verzinsung der Anteilsscheine

Die Anteilscheine der Genossenschaft werden grundsätzlich nicht verzinst.

Artikel 15 - Ausscheiden, Rückzahlung der Anteilsscheine
  1. Ausscheidende Mitglieder oder deren Rechtsnachfolger haben Anspruch auf Rückzahlung ihres einbezahlten Anteilscheinskapitals, höchstens aber des Nennwerts der Anteilscheine.
  2. Die Höhe der Rückzahlung ist auf Grund des bilanzmässigen Reinvermögens im Zeitpunkt des Ausscheidens mit Ausschluss der Reserven zu berechnen.
  3. Die Rückzahlung erfolgt unter Berücksichtigung einer Frist von 12 Monaten auf Ende des jeweiligen Kalenderjahrs. 
  4. Bei ausserordentlichen Verhältnissen kann der Vorstand die Rückzahlung gekündeter Anteilsscheine bis auf drei Jahre hinausschieben. 
  5. Der Genossenschaft hat das Recht, allfällige Forderungen gegenüber ausscheidenden Mitgliedern mit deren Guthaben aus Anteilscheinen zu verrechnen.

 

IV. Organisation

Artikel 16 - Organe

Die Organe der Genossenschaft sind:

A. die Generalversammlung

B. der Vorstand (Verwaltung)

C. die Revisionsstelle

A. Generalversammlung
  1. Die Generalversammlung (GV) ist die Versammlung der Genossenschaftsmitglieder. Sie wird durch den Vorstand, nötigenfalls durch die Revisionsstelle, einberufen.
  2. Die ordentliche Generalversammlung findet alljährlich innerhalb der ersten Hälfte des Kalenderjahrs statt. 
  3. Jedes Mitglied hat an der Generalversammlung nur eine Stimme, ohne Rücksicht auf die Zahl und die Höhe der Anteilscheine, die es besitzt. 
  4. Eine Vertretung ist gestattet, jedoch nur für eine Stimme und nur durch ein anderes Mitglied der Genossenschaft. Die juristischen Personen, welche Mitglieder der Genossenschaft sind, haben für die GV einen Vertreter zu bestimmen.
  5. Eine ausserordentliche Generalversammlung findet statt, wenn:
    1. der Vorstand es beschliesst;
    2. die Revisionsstelle es verlangt;
    3. mindestens der zehnte Teil der Genossenschafter die Einberufung verlangt.
  6. Die Einladung zur ordentlichen und ausserordentlichen Generalversammlung erfolgt elektronisch unter Angabe der Traktanden mindestens 5 Tage vor der Versammlung.
  7. Der Generalversammlung stehen folgende unübertragbare Befugnisse zu:
    1. die Wahl der Mitglieder des Vorstands und der Revisionsstelle;
    2. die Abnahme und Genehmigung des Geschäftsberichts, der Jahresrechnung und die Entlastung der Verwaltungsorgane;
    3. die Festsetzung der Entschädigungen des Vorstands oder der Revisionsstelle;
    4. Beschlüsse über die Gewinnverwendung;
    5. Beschlüsse über Anträge des Vorstands und der Mitglieder;
    6. Änderungen der Statuten;
    7. Auflösung der Genossenschaft;
    8. Erledigung von Rekursen;
    9. Beschlüsse über alle Gegenstände, die der Gesamtheit der Mitglieder durch das Gesetz oder die Statuten vorbehalten sind.
  8. Die Vorsitzende/der Vorsitzende oder ein anderes vom Vorstand zu bestimmendes Mitglied leitet die Versammlungen.
  9. Abstimmungen und Wahlen erfolgen ausschliesslich offen.
  10. Entscheidend ist das absolute Mehr der gültigen Stimmen, soweit nicht Gesetz oder Statuten etwas anderes bestimmen. Eine Änderung des Zwecks der Genossenschaft (Artikel 2) kann nur von vier Fünfteln der anwesenden Mitglieder beschlossen werden.
  11. In der Abstimmung über die Genehmigung der Jahresrechnung und des Geschäftsberichts haben die Vorstandsmitglieder kein Stimmrecht.
B. Vorstand (Verwaltung)
  1. Der Vorstand übt die Funktionen der Verwaltung gemäss Art. 894 OR aus und besteht aus mindestens drei Mitgliedern der Genossenschaft. Der Vorstand konstituiert sich selbst, bezeichnet aber mindestens eine Vorsitzende/einen Vorsitzenden des Vorstands.
  2. Der Vorstand führt die Geschäfte der Genossenschaft und entscheidet über alle Fragen, welche nicht ausdrücklich der Generalversammlung vorbehalten sind.
  3. Die Amtsdauer der Vorstandsmitglieder beträgt zwei Geschäftsjahre. Nachwahlen gelten für den Rest der Amtsdauer.
  4. Die Mitglieder des Vorstands verfügen über Kollektivunterschrift zu zweien.
  5. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn drei Viertel der Vorstandsmitglieder anwesend sind. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Vorsitzende/der Vorsitzende durch Stichentscheid. Beschlüsse des Vorstands können auch auf schriftlichem Wege (einschliesslich Post, E-Mail oder anderen Kommunikationssystemen, die eine schriftliche Dokumentation zulassen) getroffen werden, sofern nicht ein Vorstandsmitglied mündliche Beratung oder Beratung mit physischer Anwesenheit verlangt. 
  6. Der Vorstand hat folgende unübertragbaren und unentziehbaren Aufgaben und Kompetenzen:
    1. die Ausgestaltung des Rechnungswesens, der Finanzkontrolle sowie die Leitung der Genossenschaft und die Erteilung der nötigen Weisungen;
    2. die Festlegung der Organisation;
    3. die Festlegung des erforderlichen Anteilscheinskapitals;
    4. die Finanzplanung, sofern diese für die Leitung der Genossenschaft notwendig ist;
    5. die Ernennung und Abberufung der mit der Geschäftsführung und der Vertretung in der Öffentlichkeit betrauten Personen und die Regelung ihrer Zeichnungsberechtigung;
    6. die Entscheide über Aufnahme und Ausschluss von Genossenschaftern;
    7. Führung des Mitgliederregisters;
    8. Wahl von Kommissionen als beratende Organe;
    9. die Erstellung des Geschäftsberichts, der Jahresrechnung und des Voranschlags für die Generalversammlung;
    10. die Vorbereitung, Einberufung und Leitung der Generalversammlungen, wie auch die Ausführung ihrer Beschlüsse;
    11. Beschlüsse über Miete von Geschäftsräumlichkeiten und beweglichen Gegenständen;
    12. Beschlüsse über Beteiligungen und Zweigniederlassungen, insbesondere auch das Ausüben von Aktionärs- oder Gesellschafterrechten bei Beteiligungen;
    13. die Beschlüsse über Unterstützungsleistungen und besondere Leistungen an Mitglieder;
    14. die Benachrichtigung des Richters/der Richterin im Falle der Überschuldung.
C. Revisionsstelle
  1. Die Gesamtheit der Mitglieder wählt eine Revisionsstelle. Als Revisionsstelle können eine oder meherere natürliche oder juristische Personen oder Personengesellschaften gewählt werden. Die Revisionsstelle muss ihren Wohnsitz, ihren Sitz oder eine eingetragene Zweigniederlassung in der Schweiz haben.
  2. Muss die Genossenschaft ihre Jahresrechnung durch eine Revisionsstelle ordentlich prüfen lassen, oder ist sie zur eingeschränkten Revision verpflichtet, wählt die Generalversammlung einen zugelassenen Revisionsexperten nach den Vorschriften des Revisionsaufsichtgesetzes als Revisionsstelle. Vorbehalten bleibt der Verzicht auf die Wahl einer Revisionsstelle.
  3. Die Revisionsstelle wird für eine Amtsdauer von einem Geschäftsjahr gewählt. Diese endet mit der Generalversammlung, welcher der Revisionsbericht zu erstatten ist. Eine Wiederwahl ist möglich; eine Abberufung ist jederzeit und fristlos möglich.
  4. Der Revisionsstelle obliegt die Prüfung gemäss Art. 728 bis 729c OR.

 

V. Geschäftsjahr und Gewinnverwendung

Artikel 17 - Geschäftsjahr, Buchführung und Gewinnverwendung
  1. Das Geschäftsjahr der Genossenschaft wird durch den Vorstand festgelegt.
  2. Die Bücher müssen je auf das Ende des Geschäftsjahrs abgeschlossen und die Jahresrechnung innert vier Monaten nach Abschluss des Geschäftsjahrs der Revisionsstelle zur Prüfung vorgelegt werden.
  3. Ein allfälliger Reinertrag fällt vollumfänglich in das Genossenschaftsvermögen und ist im Rahmen der Weiterentwicklung der genossenschaftlichen Aktivität und deren Zweckbestimmung zu verwenden.

 

VI. Auflösung und Liquidation

Artikel 18 - Auflösung und Liquidation
  1. Die Genossenschaft wird in den vom Gesetz vorgesehenen Fällen oder durch Beschluss der Gesamtheit der Mitglieder in einer zu diesem Zweck einberufenen ausserordentlichen Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen aufgelöst.
  2. Die Liquidation erfolgt nach den gesetzlichen Bestimmungen.
  3. Ein allfälliger Liquidationserlös wird nach Rückzahlung sämtlicher Schulden und Anteilsscheine zum Nennwert einer Organisation mit ähnlicher Zwecksetzung überwiesen.

 

VII. Schlussbestimmungen

Artikel 19 - Mitteilungen und Bekanntmachungen
  1. Alle Mitteilungen der Genossenschaft an die Mitglieder erfolgen schriftlich (einschliesslich E-Mail) unter Vorbehalt abweichender gesetzlicher oder statutarischer Bestimmungen.
  2. Der schriftlichen Kommunikation ist die elektronische Kommunikation gleichgestellt; Zustellungen an Mitglieder über die im Mitgliederregister verzeichnete E-Mail-Adresse gelten als gültig vorgenommen.
  3. Beschlussfassungen aller Organe, wie auch rechtlich relevante Erklärungen der Mitglieder (z.B. Beitritts- oder Austrittserklärungen, Erklärungen über Verlängerung oder Nichtverlängerung der Mitgliedschaft, etc.) können auch über geeignete Online-Plattformen oder Apps erfolgen, solange der Vorstand angemessene Massnahmen trifft, um die Identität der Abstimmenden und das Ergebnis festzustellen, und sicherzustellen, dass es nicht zu mehrfacher Stimmabgabe oder anderen Missbräuchen kommt. Der Vorstand darf auch E-Mail-Nachrichten akzeptieren. Die Identifikation über die bei der Genossenschaft vom Mitglied hinterlegte E-Mail-Adresse, auch ohne dass die E-Mail zertifiziert ist, genügt als Mittel zur Feststellung der Identität des/der Erklärenden oder des Absenders/der Absenderin einer Willensäusserung oder Nachricht.
  4. Publikationsorgan der Genossenschaft ist das Schweizerische Handelsamtsblatt.